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Olympia. Ein Trauerspiel

Olympia. Ein Trauerspiel

In den westlichen Demokratien, dort also wo der Staat noch für die Menschen da ist (Grundgesetz), sind „die Spiele“ unerwünscht. Warum? Ist der Leistungssport am Ende? Sind die Bürger mit „Brot und Spiele“ nicht mehr zufrieden zu stellen? Begnügen sie sich mit dem Brot? Oder gibt es andere Gründe, Ursachen? Am gegenwärtigen Trauerspiel sind viele beteiligt. Aber keiner will den „schwarzen Peter“ haben. Der Versuch einer Betrachtung.

Vieles, wenn auch nicht alles, erklärt sich heute aus der Tatsache, dass der Sport und der Leistungssport im Besonderen für eine nicht geringe Zahl der Beteiligten in erster Linie ein Geschäft ist. Und sonst nichts. Ein Geschäft, das heißt, man hat (oder macht) ein Produkt, also den Sport und vermarktet das bestmöglich. Was am Ende zählt ist das Betriebsergebnis. Moral, Ethik, Werte? Fehlanzeige. Und wenn, dann nur in der Werbung, um den Schein
der schönen, heilen Sportwelt zu wahren.
 
Der Lack blättert ab

Bemerkenswert ist auch, dass sich die Hauptakteure in diesem Spiel – namentlich das Internationale Olympische Komitee sowie der Weltfußballverband – seit Jahren mit allen nur erdenklichen Anwürfen konfrontiert sehen, allein es lässt sie kalt. Nicht einmal ignorieren, wie man in Wien sagt, scheint die Devise zu sein.
 
Im Zentrum der Kritik stehen vorsichtig formuliert: undurchsichtige und fragwürdige Vergabepraxis (welches Land wird Austragungsort) und im Zusammenhang damit vermutliche (oder auch nachgewiesene) Korruption, Bestechlichkeit, Mauscheleien und Absprachen in Hinterzimmern; weiters die Missachtung der Anforderungen von Menschenrechten, Demokratieverständnis, Umweltstandards, Pressefreiheit und Arbeitsbedingungen in den Veranstaltungsländern und – nicht zuletzt die „Haltung“ der Hauptdarsteller zum Thema Doping.
 
Doping? Ach was…

Wer das Herum- und Herauswinden des IOC Präsidenten Thomas Bach rund um das Thema Doping vor und während der Olympischen Spiele in Rio medial mitverfolgt hat, der dürfte aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus gekommen sein. Was war das? Eine klare Haltung? Eine klare Linie? Mitnichten.

Gut möglich, dass man das alles im Lichte von Politik und Diplomatie sehen muss. Sicherlich ist das alles auch juristisch unangreifbar.

Der gelernte Jurist (Rechts- und Politikwissenschaft) und einstige Olympiasieger
Thomas Bach (1976 im Fechten mit der Mannschaft in Montreal) wird wissen, was er sagt und noch mehr, was er besser nicht sagt. Wie stark der IOC Chef seit Jahren im Fokus der Kritik steht ist im Internet nachzulesen und kann Jedermann wärmstens empfohlen werden (de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bach).

Dieser    Mann    sollte    die    Galionsfigur    der    Olympischen Idee sein. Eine Idee, die sich „Fair Play“ auf die Fahnen geheftet hat. Das alles kocht jetzt hoch. Und der Bürger wendet sich ab. Und der Leistungssportler.
 
Es geht um den Mammon

Noch einmal: Es geht um die Kohle und um sonst nichts. Das „Dabei sein ist Alles“, die „Völker verbindende Idee“, wo „die Jugend im Zeichen des Friedens und der Freundschaft“ aufeinander trifft und beseelt vom „olympischen Spirit“ sich im Wettstreit vergleicht.

Das alles ist eine Illusion, eine Fassade, das alles ist die werbliche Verpackung für eine „gut geschmierte Geldmaschine“,  so der Leitartikler Christian-Markku Dat ler in der Presse, Anfang August. In der  Vergangenheit galt eine Berufung in die  Olympia-Mannschaft, eine Teilnahme an  den Spielen und erst recht eine Medaille als  das Höchste, was man in einem Sportlerle ben erreichen kann. Das alles muss heute als  pervertiert bewertet werden!

Für den Veranstalter, für die Sponsoren,  für die Werbepartner, für die TV-Stationen  geht es darum, dass aus den Leistungen der  Sportler Geld gemacht wird.

Das Internationale Olympische Komitee  hat in der abgelaufenen Geschäftsperiode  (2013 bis 2016, also im Wesentlichen mit  Sotchi und Rio) mit TV- und Marketingver trägen 5,5 Milliarden Euro eingenommen.  Der Löwenanteil von 4,1 Milliarden Euro  entfällt dabei allein auf die Übertragungs rechte der Fernsehanstalten.

Was macht das IOC mit soviel „Kohle“?  Und wieso wird dann der nationale Ableger,  also das Österreichische Olympische Komi tee, mit 2,2 Millionen Euro Steuergeldern  aus den Bundessportförderfonds jährlich,  gefördert?

Die Illusion eines Sportfestes

Die Bilder, die bei den Kommerzspektakeln entstehen, werden längst von TV-Produktionsfirmen    gemacht,    die    sich    dem    Diktat    der Veranstalter unterzuordnen haben. Und  sie haben diese Bilder natürlich nach dem  neuesten Stand der Fernsehtechnik zu liefern,    hochauflösend,    Hochglanz    gebürstet und in knackscharfen Superzeitlupen.    Das bedeutet: ins Bild gesetzt, gezeigt wird  das, was der Veranstalter für richtig und  wichtig, das was die Illusion lebendig hält.  Alles andere oder gar ein Blick hinter die  Fassaden (gerade wie in Rio) werden aus geblendet.

Die übertragenden TV-Stationen, die  für die Rechte viel Geld hingeblättert ha ben, werden an dieser Illusion logischer weise nicht rütteln. Sie geben sie, länderspezifisch    aufpoliert    und    weitgehend    kritiklos an uns Konsumenten weiter.  Sie und wir zahlen ja schließlich dafür.  Allerdings: die Fassade bröckelt, das In teresse schwindet. Laut einer Umfrage des    Magazins    „profil“    (Meinungsforschungsinstitut Unique Research) hatte die  Mehrheit der Österreicher kein Interesse  an Rio. 54 Prozent standen den Spielen  „leidenschaftslos“ gegenüber, zwölf Pro zent der Österreicher waren sogar froh, dass die Spiele vorbei waren.

Alpenländische Selbstzerstörung

Während es den einen ums Geld geht, geht  es manchen Politikern, manchen Funktionä ren, machen Sportexperten und Sportjour nalisten um – ja, um was geht es ihnen ei gentlich? Ums Renommee? Ums Ansehen?  Welches Ansehen? Geht es um das Ansehen  des Sports, der Sportler oder um das Anse hen der betreffenden Politiker und Funkti onäre, oder um das Ansehen Österreichs in  der Welt? Greift hier das Sprichwort, wo nach der Sieg immer viele Väter hat, die  Niederlage aber nur einen, nämlich den Ver lierer. Fühlen sich die eingangs erwähnten  „Sportexperten“ also um ihre Vaterschaft be trogen? Müssen sie sich daher jetzt rächen?  Wer die Aussagen der diversen „Exper ten“ und die Überschriften – vor allem in  den Boulevard-Blättern – gelesen hat, der  konnte das eigentlich nur als „Rache“ inter pretieren. Oder als Alpenländische Selbst zerstörung. Apropos „Medaillengeilheit“;  wir drehen jetzt den Spieß einmal um: Wo  sind die österreichischen Politiker, die für  den Nobelpreis nominiert wurden? Wo sind  die österreichischen Journalisten, die jemals  in die Nähe eines Pulitzerpreises gekommen  wären. Wo sind sie? Oder sind das alles nur  Parlamentstouristen und Verlierer?

Unterm Strich

Die zunehmend ablehnende Haltung der mitteleuropäischen Bevölkerung gegenüber Sport-Mega-Events hat auch den Berliner  Wirtschaftswissenschafter Dr. Georg Er ber (de.wikipedia.org/wiki/Georg_Erber)  bewogen, sein Fazit in einem Blog zu for mulieren: „Nun haben sie (die Sportfunk tionäre, Anm. d. Red.) für ihre Ignoranz  eine Quittung erhalten. Der Leistungs sportzirkus vom IOC und FIFA hat an der  breiten Unterstützung in der Öffentlichkeit  weltweit deutlich an Ansehen verloren.  Die weltweite soziale Krise mit wachsen der Armut, sozialer Ausgrenzung und ex zessiven Wohlstandseliten hat keinen Platz  mehr für das Opium des Leistungssports.  Das wird noch weitreichendere Folgen ha ben.  Es wäre an der Zeit, dass auch die  Sportfunktionäre und die Politik dies er kennen. So wie bisher kann und wird es  nicht weitergehen. Sport sollte wieder zur  schönsten Nebensache der Welt werden und  der Kommerz, der sich darum aufgebaut  hat, sollte deutlich reduziert werden. Nur so  kann der Leistungssport sein Ansehen wie der zurückgewinnen.“ 

Und aus der Sicht dieses Leistungssports  erlauben wir uns den Zusatz, dass es nicht  wirklich motivierend ist, wenn mit dem  Thema Doping so umgegangen wird, wie  zuletzt geschehen. Wenn der Leistungs sportler zu bloßen Staffage einer Inszenie rung wird, die etwas anders vorgibt zu sein  als sie in Wahrheit ist. Wenn allen, die nicht  bis drei auf dem Stockerl sind, Pranger und  Ächtung drohen.

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